Oralchirurgie in Feldbach – von der Abklärung bis zur Nachsorge
Nicht jedes Zahnproblem lässt sich mit einer Füllung, Wurzelbehandlung oder prothetischen Versorgung lösen. Manchmal ist ein chirurgischer Eingriff notwendig – zum Beispiel bei problematischen Weisheitszähnen, verlagerten Zähnen oder bestimmten Entzündungen an der Zahnwurzel.
Bei Sanitas Dentalis in Feldbach gehören oralchirurgische Behandlungen zum Leistungsspektrum der Gemeinschaftspraxis. Wichtig ist uns dabei nicht nur der Eingriff selbst: Patienten sollen vor der Behandlung verstehen, warum operiert wird, welche Alternativen bestehen und was sie danach erwartet.

01
Untersuchung und Planung
02
Örtliche Betäubung
03
Konkrete Nachsorgehinweise
Auf dieser Seite
Leistungsspektrum · Weisheitszähne · Ablauf · Nachsorge · Behandler · FAQ
Was gehört zur Oralchirurgie – und wann ist ein Eingriff notwendig?
Oralchirurgie umfasst operative Behandlungen an Zähnen, Zahnwurzeln, Zahnfleisch und angrenzendem Kieferknochen.
Bei Sanitas Dentalis bieten wir unter anderem folgende oralchirurgische Behandlungen an:
- operative Entfernung von Weisheitszähnen,
- Freilegung oder Entfernung verlagerter Zähne,
- Wurzelspitzenresektionen,
- sowie vorbereitende chirurgische Maßnahmen im Zusammenhang mit Implantatbehandlungen.
Ob ein Eingriff tatsächlich notwendig und sinnvoll ist, entscheiden wir anhand des individuellen Befunds.
Müssen Weisheitszähne immer entfernt werden?
Nein. Ein vorhandener Weisheitszahn ist für sich allein noch kein Grund für eine Operation.
Entscheidend ist, ob der Zahn Beschwerden verursacht oder ob aufgrund seiner Position konkrete Probleme zu erwarten oder bereits vorhanden sind.
Eine Entfernung kann beispielsweise geprüft werden bei:
- wiederkehrenden Entzündungen,
- Schmerzen,
- Schädigung benachbarter Zähne,
- ungünstiger Lage,
- Zysten oder anderen krankhaften Veränderungen,
- oder wenn der Zahn teilweise durchgebrochen und dauerhaft schwer zu reinigen ist.
Beschwerdefreie Weisheitszähne werden dagegen nicht automatisch entfernt. Die Entscheidung sollte nach Untersuchung und Beurteilung der Röntgensituation getroffen werden.
Wie läuft eine Weisheitszahnentfernung ab?
Untersuchung und Planung
Zunächst wird beurteilt, wie der Weisheitszahn liegt, wie weit er durchgebrochen ist und welche Nachbarstrukturen berücksichtigt werden müssen.
Betäubung
Der Eingriff erfolgt üblicherweise unter lokaler Betäubung. Welche Form der Schmerzausschaltung im individuellen Fall vorgesehen ist, wird vorab besprochen.
Entfernung des Zahns
Je nach Lage kann der Zahn direkt entfernt werden oder ein chirurgischer Zugang erforderlich sein.
Wundversorgung
Die Wunde wird anschließend versorgt und – wenn erforderlich – vernäht.
Tut eine Weisheitszahn-OP oder andere Zahn-OP weh?
Während des Eingriffs soll die örtliche Betäubung Schmerzen verhindern. Nach dem Nachlassen der Betäubung sind Wundschmerz, Druckgefühl und Schwellung möglich.
Wie stark diese Beschwerden ausfallen, hängt von Art und Umfang des Eingriffs sowie von der individuellen Reaktion ab.
Entscheidend ist auch der Verlauf: Beschwerden, die sich nach der Operation allmählich bessern, sind anders zu beurteilen als Schmerzen oder Schwellungen, die nach einigen Tagen plötzlich deutlich stärker werden.
Was ist eine Wurzelspitzenresektion – und wann kann sie sinnvoll sein?
Eine Wurzelspitzenresektion ist ein chirurgisches Verfahren zum Erhalt eines Zahns. Dabei wird über einen kleinen Zugang im Knochen der Bereich an der Wurzelspitze behandelt.
Sie kann in bestimmten Situationen infrage kommen, wenn eine Entzündung im Bereich der Wurzelspitze trotz vorheriger Behandlung bestehen bleibt.
Wichtig ist jedoch die Frage:
Ist eine Wurzelspitzenresektion wirklich die sinnvollste nächste Behandlung – oder lässt sich der Zahn auf anderem Weg erhalten?
Je nach Ausgangssituation können eine erneute Wurzelkanalbehandlung, eine Wurzelspitzenresektion oder – wenn ein Erhalt nicht sinnvoll möglich ist – eine Zahnentfernung diskutiert werden.
Die Entscheidung sollte deshalb nicht allein anhand eines Röntgenbilds oder des Begriffs „Entzündung an der Wurzel“ getroffen werden.

Wurzelspitzenresektion oder erneute Wurzelbehandlung – was ist besser?
Es gibt keine allgemeine Regel, dass eine der beiden Behandlungen immer besser ist.
Wenn ein bereits wurzelbehandelter Zahn weiterhin Probleme verursacht, muss zunächst geklärt werden, warum die Entzündung besteht und ob das Wurzelkanalsystem nochmals sinnvoll behandelt werden kann.
Eine chirurgische Lösung kann besonders dann diskutiert werden, wenn eine konventionelle erneute Behandlung nicht erfolgversprechend oder praktisch nicht sinnvoll durchführbar ist.
Das Ziel sollte – sofern medizinisch sinnvoll – immer der Erhalt eines funktionell erhaltungswürdigen Zahns sein.
Wie bereite ich mich auf einen oralchirurgischen Eingriff vor?
Eine gute Vorbereitung beginnt nicht erst am Operationstag.
Informieren Sie uns insbesondere über alle regelmäßig eingenommenen Medikamente, Blutverdünner, relevante Allgemeinerkrankungen, Allergien und Unverträglichkeiten sowie aktuelle Infektionen oder gesundheitliche Veränderungen.
Setzen Sie Medikamente niemals eigenständig ab. Gerade bei gerinnungshemmenden Medikamenten muss das Vorgehen individuell geplant werden, weil sowohl Blutungs- als auch andere medizinische Risiken berücksichtigt werden müssen.
Ob Sie vor dem Eingriff essen dürfen oder besondere Vorbereitungen nötig sind, hängt außerdem von der geplanten Behandlung und Art der Betäubung ab. Folgen Sie daher den konkreten Anweisungen der Praxis.

Was ist nach einer Zahn-OP normal – und wann sollte ich mich melden?
Nach vielen oralchirurgischen Eingriffen sind vorübergehende Schwellung, Wundschmerz, Druckgefühl, eingeschränkte Mundöffnung oder leichte Blutbeimengungen im Speichel möglich.
Der normale Heilungsverlauf ist individuell und hängt stark vom Eingriff ab.
Kontaktieren Sie uns bei einem auffälligen Verlauf
Eine Kontrolle ist insbesondere sinnvoll, wenn:
- Schmerzen deutlich zunehmen statt abzuklingen,
- eine stärkere Blutung nicht aufhört,
- deutliche Schwellung neu auftritt oder stark zunimmt,
- Eiter oder ein auffälliger unangenehmer Geschmack auftritt,
- Fieber hinzukommt,
- ein neues oder zunehmendes Taubheitsgefühl besteht,
- oder Sie unsicher sind, ob der Verlauf normal ist.
Bei Atem- oder ausgeprägten Schluckbeschwerden
Eine starke Schwellung mit Atem- oder ausgeprägten Schluckproblemen sollte nicht bis zum nächsten regulären Termin abgewartet, sondern akut medizinisch beurteilt werden.
Was darf ich nach einer Zahn-OP essen und trinken?
Direkt nach einem Eingriff ist meist weiche, nicht zu heiße Nahrung angenehmer und für die Wunde günstiger als harte oder stark krümelnde Speisen.
Solange die Betäubung wirkt, besteht außerdem die Gefahr, unbemerkt auf Lippe, Wange oder Zunge zu beißen.
In der frühen Heilungsphase sind häufig sinnvoll:
- weiche Speisen,
- kleine Portionen,
- ausreichend Flüssigkeit,
- vorsichtiges Kauen auf der nicht operierten Seite, sofern möglich.
Sehr heiße Getränke und Speisen sollten unmittelbar nach dem Eingriff vermieden werden.
Wie schnell Sie wieder normal essen können, hängt von der Art des Eingriffs ab.
Muss ich nach einer Zahn-OP auf Milchprodukte verzichten?
Diese Frage wird sehr häufig gestellt.
Ein generelles Verbot von Milchprodukten nach jeder Zahnentfernung lässt sich nicht pauschal begründen. Wichtiger sind die konkreten postoperativen Anweisungen, eine verträgliche Ernährung und mögliche Wechselwirkungen beziehungsweise Hinweise zu verordneten Medikamenten.
Wenn für Ihren Eingriff besondere Ernährungsempfehlungen gelten, erhalten Sie diese individuell.
Wie lange darf ich nach einer Zahn-OP nicht rauchen?
Rauchen ist für die Wundheilung ungünstig und sollte nach oralchirurgischen Eingriffen möglichst vermieden werden.
Wie lange eine besonders kritische Schonphase besteht, hängt von Art und Umfang des Eingriffs ab. Ein Knochenaufbau oder eine Implantation ist beispielsweise nicht mit einer unkomplizierten kleinen Extraktion gleichzusetzen.
Wie lange Sie auf das Rauchen verzichten sollten, hängt vom jeweiligen Eingriff ab. Dazu erhalten Sie von uns eine individuelle Empfehlung.
Grundsätzlich gilt: Je länger die Wunde in Ruhe heilen kann, ohne Tabakrauch und Nikotin ausgesetzt zu sein, desto günstiger.
Wann darf ich nach einer Zahn-OP wieder Sport machen?
Sport erhöht Kreislauf und Blutdruck und kann unmittelbar nach einem chirurgischen Eingriff Nachblutungen begünstigen.
Deshalb sollte körperliche Belastung zunächst pausieren.
Wann Sie wieder beginnen können, hängt von:
- Art und Umfang des Eingriffs,
- Wundheilung,
- Blutungsneigung,
- Beschwerden,
- und der Intensität der geplanten Sportart ab.
Leichtes Training, schweres Krafttraining und Kontaktsport sind dabei nicht gleichzusetzen.
Wann kann ich nach einer Zahn-OP wieder arbeiten oder in die Schule?
Das lässt sich nicht sinnvoll für jeden Eingriff mit einer festen Zahl beantworten.
Nach einem kleinen Eingriff können manche Patienten rasch wieder ihrem Alltag nachgehen. Nach einer aufwendigeren Weisheitszahnentfernung, deutlicher Schwellung oder körperlich anstrengender Arbeit kann mehr Schonzeit sinnvoll sein.
Planen Sie bei einem vorhersehbar größeren Eingriff deshalb nicht unbedingt unmittelbar danach wichtige berufliche, schulische oder gesellschaftliche Termine ein.
Was kann ich bei einer Nachblutung tun?
Leicht blutig gefärbter Speichel kann nach einer Operation dramatischer aussehen, als die tatsächliche Blutmenge ist.
Bei einer echten Nachblutung kann gleichmäßiger Druck auf die Wunde helfen. Dafür wird üblicherweise eine saubere Kompresse verwendet, auf die kontinuierlich gebissen wird.
Wichtig:
- nicht ständig kontrollieren und wieder öffnen,
- nicht kräftig spülen,
- körperlich ruhig bleiben,
- Kopf eher erhöht halten.
Stoppt eine deutliche Blutung trotz Druck nicht, sollte die Praxis beziehungsweise der zuständige zahnärztliche Notdienst kontaktiert werden.
Was ist eine trockene Alveole oder „Dry Socket“?
Nach einer Zahnentfernung bildet sich in der Wunde ein Blutgerinnsel. Dieses spielt eine wichtige Rolle für die Heilung.
Geht dieser natürliche Wundschutz verloren beziehungsweise entwickelt sich eine Wundheilungsstörung, kann eine sogenannte Alveolitis sicca, umgangssprachlich „Dry Socket“, entstehen.
Typisch sind stärker werdende Schmerzen einige Tage nach der Zahnentfernung. Eine solche Situation sollte in der Praxis kontrolliert und nicht nur mit immer mehr Schmerzmitteln überdeckt werden.
Darf ich nach einer Zahn-OP den Mund spülen?
Unmittelbar nach einer Zahnentfernung sollte das schützende Blutgerinnsel möglichst nicht durch kräftiges Spülen, Gurgeln oder Saugen gestört werden.
Wann und womit später gespült werden soll, hängt vom Eingriff ab.
Medizinische Mundspüllösungen sollten nicht automatisch und dauerhaft verwendet werden, sondern entsprechend der konkreten Empfehlung.
Wie putze ich meine Zähne nach einer Operation?
Die übrigen Zähne sollen weiterhin gepflegt werden. Im unmittelbaren Operationsgebiet muss dagegen vorsichtig vorgegangen werden.
Ziel ist ein sinnvoller Mittelweg: Die Wunde nicht mechanisch verletzen – die Mundhygiene aber auch nicht mehrere Tage vollständig einstellen.
Wie direkt an Nähten oder Operationswunden gereinigt werden soll, hängt von der jeweiligen Operation ab und wird individuell erklärt.
Brauche ich nach einer Zahn-OP immer Antibiotika?
Nein. Antibiotika sind nicht automatisch Bestandteil jedes oralchirurgischen Eingriffs.
Ob sie sinnvoll oder notwendig sind, hängt von der Diagnose, dem Eingriff, einer möglichen Infektion und individuellen Risikofaktoren ab.
Wenn ein Antibiotikum verordnet wird, sollte es genau entsprechend der ärztlichen Anweisung eingenommen werden.

Wer betreut oralchirurgische Behandlungen bei Sanitas Dentalis?
Oralchirurgische Behandlungen werden bei Sanitas Dentalis von erfahrenen Behandlern durchgeführt.
Dr. Peter Ginhart war als externer Lehrbeauftragter an der Abteilung für Orale Chirurgie der Universitätsklinik für Zahnmedizin und Mundgesundheit in Graz tätig.
Auch Dr. Benedikt Thurner war an der Abteilung für Orale Chirurgie der Grazer Universitätsklinik als Lehrbeauftragter tätig und Oralchirurgie ist einer seiner Schwerpunkte.
Welche Behandlung und welcher Behandler für Ihren konkreten Befund vorgesehen ist, wird bei Untersuchung und Terminplanung geklärt.
Oralchirurgie in Feldbach – Untersuchung, Eingriff und Nachsorge an einem Standort
Sanitas Dentalis befindet sich in der Ungarstraße 3 in 8330 Feldbach.
Die Ordination ist barrierefrei erreichbar. Parkmöglichkeiten stehen direkt vor Ort zur Verfügung. Gerade bei chirurgischen Behandlungen ist es praktisch, wenn Beratung, Eingriff und notwendige Kontrollen wohnortnah organisiert werden können.
Telefon: 03152 4402 E-Mail: ordination@sanitas-dentalis.at


